Anwälte gegen Abmahnung

Die Abmahnwellenbrecher

Artikel » November 2011 » Abmahnung Vahrenwald & Kretschmer Rechtsanwälte für Südddeutsche Film und Medienproduktionsgesellschaft

Abmahnung Vahrenwald & Kretschmer Rechtsanwälte für Südddeutsche Film und Medienproduktionsgesellschaft

Die Kanzlei Vahrenwald & Kretschmer Rechtsanwälte verschickt Abmahnungen für die Süddeutsche Film und Medienproduktionsgesellschaft Ltd.

Konkret geht es um den Film "Hausbesuch bei Nataly". Die Kanzlei fordert die Abgabe einer Unterlassungerklärung sowie die Zahlung eines Betrages in Höhe von 952 Euro.

Wie reagiert man auf eine solche Abmahnung? Zunächst muss angemerkt werden, dass die Kanzlei sowohl einen Unterlassungs- als auch einen Zahlungsanspruch geltend macht. Grundsätzlich sind beide Ansprüche voneinander zu trennen, da die Voraussetzungen zum Teil unterschiedlich sind. Immer wieder teilen uns Mandanten mit, dass sie nicht wissen, warum sie eine Abmahnung erhalten haben, da sie sich keiner Schuld bewusst sind. Auch in einem solchen Fall kann prinzipiell zu der Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung geraten werden. Eine modifizierte Unterlassungserklärung stellt kein Schuldeingeständnis dar. Sie verhindert aber die Beantragung einer teuren einstweiligen Verfügung durch die abmahnende Kanzlei. Gerade im einstweiligen Verfügungsverfahren fällt es oftmals sehr schwer, den Tatvorwurf zu entkräften, selbst wenn man sich keiner Schuld bewusst ist.

Hinsichtlich des Zahlungsanspruches kann dazu geraten werden, konsequent zu sein, wenn man sich keiner Schuld bewusst ist. Das heißt aber auch: Zahlungsverweigerung gegenüber der Gegenseite! Wir können inzwischen davon abraten, nur eine modifizierte Unterlassungserklärung abzugeben und sonst nicht weiter zu reagieren. Zahlungsklagen sind in der Vergangenheit deutlich mehr geworden. Daher sollte der Zahlungsaufforderung konsequent entgegen getreten werden. Dies kann durch einen anwaltlichen Schriftsatz, in denen eine Zahlung mit guten Argumenten zurückgewiesen wird, erreicht werden.

In jedem Falle sollten Sie sich aber anwaltlich vertreten lassen. 

Stand des Artikels: November 2011



© 2011 - 2016 Rechtsanwälte Obladen Gaessler