Anwälte gegen Abmahnung

Die Abmahnwellenbrecher

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Was tun bei Filesharing-Abmahnungen von Waldorf Frommer

Aktuell verschickt die Kanzlei Waldorf Frommer aus München wieder Abmahnungen. Den Betroffenen wird Filesharing mit Hörbüchern, e-books, Filmen und Musikalben vorgeworfen.

Von den Empfängern einer Abmahnungen verlangt die Kanzlei Waldorf Frommer die Abgabe einer Unterlassungserklärung sowie die Zahlung eines Betrages, der zwischen 806 Euro und in der Regel 956 Euro liegt. Wenn mehrere Werke betroffen sind, liegt der Betrag in der Regel bei ca. 1.500 Euro.

Wie reagiert man am Besten auf eine Abmahnung von Waldorf Frommer?

Zunächst sollte man Ruhe bewahren. Man sollte auf keinen Fall die Abmahnung ignorieren. Es sollte aber auch vermieden werden, mit der Gegenseite selbstständig Kontakt aufzunehmen. Nicht selten werden in Telefonaten mit Waldorf Frommer oder selbst verfassten Briefen unüberlegte Äußerungen getätigt, die letztlich als Schuldeingeständnis gewertet werden können. Wir können auch nur davor warnen, die vorgefertigte und der Abmahnung beiliegende Unterlassungserklärung vorschnell zu unterzeichnen. Denn auch diese stellt ein Schuldeingeständnis dar. Vielmehr sollte man eine sog. modifizierte Unterlassungserklärung abgeben. Dabei handelt es sich um eine abgeänderte Unterlassungserklärung. Eine solche stellt kein Schuldeingeständnis dar und man verpflichtet sich auch lediglich dazu, wozu man sich verpflichten muss. Ferner sollte geprüft werden, ob ein Zahlungsanspruch überhaupt besteht. Dies hängt von vielen Faktoren ab. Natürlich spielt es zunächst eine Rolle, ob ein Urheberrechtsverstoß überhaupt begangen worden ist. Kommt man zu dem Ergebnis, dass ein Urheberrechtsverstoß möglich sein kann, stellt sich aber die Frage, ob die geforderten Kosten angemessen sind. Wir sind der Rechtsauffassung, dass die geforderten Kosten viel zu hoch sind. Schließlich sollte die Abmahnung noch auf Ungereimtheiten überprüft werden. Offensichtliche Ermittlungsfehler können z.B. anhand der IP-Adresse festgestellt werden.

Sie sollten dann mit einem auf das Internetrecht spezialisierten Anwalt eine Strategie ausarbeiten, die entweder auf eine dauerhafte Zahlungsverweigerung oder aber auch eine Reduzierung des Vergleichsbetrages abzielt.

Gerne können Sie uns telefonisch erreichen. Wir helfen Ihnen gerne weiter. 

Stand des Artikels: Dezember 2011



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