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Die Abmahnwellenbrecher

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Filesharing-Abmahnung von Rechtsanwalt Lutz Schröder für die Apollo Filmproduktions GmbH

Akuell verschickt die Kanzlei Lutz Schroeder aus Kiel wieder Abmahnungen für die Firma Apollo Filmproduktions GmbH. Konkret wird den Abgemahnten vorgeworfen, Filmwerke in Internettauschbörsen der Öffentlichkeit angeboten zu haben.

Gefordert wird die Zahlung eines Vergleichsbetrages sowie die Abgabe einer Unterlassungserklärung.

Kurz vor Silvester sind die Abmahnungen für viele Betroffene ein Schock. Dies gilt oftmals insbesondere dann, wenn einem der abgemahnte Filmtitel unbekannt ist. Wir haben in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass von der Kanzlei Schroeder zum Teil auch sog. Fake-Dateien abgemahnt wurden. Bei Fake-Dateien handelt es sich um Dateien, die einen irreführenden Dateinamen haben. Öffnet man nun die Datei, stellt man fest, dass sich hinter dem unverfänglichen Dateinamen z.B. ein Porno befindet. Beispiel: Der Dateiname ist "Biene Maja". Öffnet man nun die Datei nach dem Download stellt man fest, dass man in Wirklichkeit unbeabsichtigt den Film "XXX" heruntergeladen hat.

Selbst wenn dies der Fall sein sollte, muss man derartige Abmahnungen sehr ernst nehmen. Es droht nämlich ein nicht unerhebliches Kostenrisiko, wenn man nicht rechtzeitig oder nicht richtig reagiert. Die Gegenseite kann dann nämlich eine sog. einstweilige Verfügung bei Gericht beantragen. Dies ist oftmals mit Prozesskosten von ca. 1.500 Euro bis ca. 2.500 Euro verbunden. Dies kann man verhindern, indem man eine sog. modifizierte Unterlassungserklärung abgibt. Es sollte also auf keinen Fall, die der Abmahnung beiliegende Unterlassungserklärung abgegeben werden, da diese ein Schuldeingeständnis darstellt. Bei einer modifizierten Unterlassungserklärung handelt es sich letztlich um eine selbst angefertigte Unterlassungserklärung, die kein Schuldeingeständnis darstellt.

Ferner sollte überprüft werden, ob die Abmahnung zu Recht erfolgt. Ist dies nicht der Fall, besteht auch kein Kostenerstattungsanspruch für die Kanzlei Schroeder. In einem solchen Fall sollte man also die Zahlung mit entsprechenden Argumenten vollständig verweigern. Gleichwohl steckt der Teufel hier im Detail. Man sollte daher nicht unbedingt selbst reagieren, bzw. selbst mit der Kanzlei Schroeder Kontakt aufnehmen. Oftmals werden einem dort nämlich scheinbar unverfängliche Formulierungen so "gedreht", dass sie letztlich doch ein Schuldeingeständnis darstellen. Lassen Sie sich in jedem Fall von einem auf Filesharing-Fälle spezialisierten Anwalt vertreten, bzw. beraten. Gerne stehen wir Ihnen über unser Kanzleitelefon hierfür zur Verfügung.

Stand des Artikels: Dezember 2011



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