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Die Abmahnwellenbrecher

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Abmahnung der Kanzlei Bindhardt Fiedler Zerbe

Die Kanzlei Bindhardt Fiedler Zerbe verschickt zum Wochenende wieder Abmahnungen.

Wie üblich wird die Abgabe einer Unterlassungserklärung sowie die Zahlung eines Vergleichsbetrages in Höhe von 400 Euro gefordert.

Die der Abmahnung beiliegende Unterlassungserklärung sollte in keinem Falle vorschnell unterzeichnet werden. Vielmehr sollte eine sog. modifizierte Unterlassungserklärung angefertigt werden. Diese stellt kein Schuldeingeständnis dar, verhindert aber, dass die Gegenseite Unterlassungsansprüche gerichtlich geltend machen kann. Ferner muss im Einzelfall geprüft werden, ob die Abmahnung berechtigt erfolgt ist, bzw. ob diese fehlerhaft ausgesprochen wurde. Je nach Einzelfall sollte dann eine Zahlung mit entsprechenden Argumenten verweigert werden, bzw. ein reduziertes Vergleichsangebot angestrebt werden. Lassen Sie sich von der Abmahnung nicht einschüchtern und handeln Sie nicht vorschnell. In jedem Fall sollte die Abmahnung ein spezialisierter Rechtsanwalt überprüfen, da Filesharing-Abmahnungen im Regelfall eine Vielzahl von "Angriffspunkten" hat, um etwaige Ansprüche zum Fall bringen zu können. Ferner sind Abmahnungen immer dann problematisch, wenn diese Titel betreffen, die auf einem sog. German Top 100-Single Chartcontainer waren. Prinzipiell können hier nämlich weitere Abmahnungen folgen. Derartige Folgeabmahnungen kann man aber mit dem richtigen Vorgehen vermeiden, damit die Angelegenheit kein "Fass ohne Boden" wird.  

Stand des Artikels: März 2012



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