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Die Abmahnwellenbrecher

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Abmahnung der Kanzlei Sasse und Partner "Korn - The Path of Totality" f. Warner Music

Die Kanzlei Sasse und Partner aus Hamburg verschickt aktuell Abmahnungen für den Titel "Korn - The Path of Totality" im Auftrag der Firma Warner Music.

Der Vorwurf: Man habe das Musikalbum illegal in Tauschbörsen zum Upload zur Verfügung gestellt. Dafür solle man eine Unterlassungserklärung abgeben sowie einen Vergleichsbetrag zahlen.

Die gesetzte Frist erscheint vielen viel zu kurz. So wird ein enormer Druck auf die Abgemahnten aufgebaut, letztlich um jemanden zu einer schnellen Zahlung zu bewegen. Bei allem Schreck, den jeden, der eine Abmahnung im Briefkasten hat, ereilt, kann man aber nur zu unbedingter Ruhe raten. Wenn Sie nicht wissen, warum ausgerechnet Sie eine Abmahnung erhalten haben, sollten Sie zunächst Ihre Familienmitglieder fragen und ernsthafte und ehrliche Antworten erwarten. Oftmals ist es so, dass nicht der Anschlussinhaber selbst ein Tauschbörsenprogramm nutzt, wohl aber ein Familienmitglied. Der "Übeltäter" lässt sich in vielen Fällen bereits so finden. Doch auch wenn der Vorwurf stimmt, gilt es nicht den Kopf in den Sand zu stecken oder die Unterlassungserklärung vorschnell zu unterzeichnen. Die Erfahrung zeigt nämlich immer wieder, dass man sich sehr gut gegen Abmahnungen verteidigen kann, auch wenn der Vorwurf stimmen sollte. So ist die vorgefertigte Unterlassungserklärung viel zu weit gefasst. Diese sollte so abgeändert werden, dass sie kein Schuldeingeständnis darstellt. Ferner sollte bedacht werden, dass eine Unterlassungserklärung 30 Jahre lang bindet. Oftmals sind die geforderten Vertragsstrafen auch viel zu hoch. Um all dies zu verhindern, bzw. in der rechtlichen Wirkung abzuschwächen, sollte eine sog. modifizierte Unterlassungserklärung abgegeben werden. Diese sollte aber korrekt formuliert sein, da die Unterlassungserklärung sonst nicht angenommen wird. Folge hiervon: Die Gegenseite beantragt vor Gericht eine einstweilige Verfügung. Durch eine korrekte modifizierte Unterlassungserklärung kann dies verhindert werden.

Wir halten die geforderten Kosten für überhöht. Daher sollte die Abmahnung genau auf etwaige Fehler hin überprüft werden. Je nach Fallkonstellation, bzw. Wohn- und Lebensumfeld des Abgemahnten können zudem Teile der geforderten Kosten nicht durch die Anspruchsinhaber durchgesetzt werden. So kann man in vielen Fällen die geforderten Kosten auf ein erträgliches Maß reduzieren oder sogar vollständig abwehren. Wir, die Kanzlei Obladen Gaessler Rechtsanwälte, vertreten bundesweit tausende Betroffene von Filesharing-Abmahnungen erfolgreich. Sie können uns für eine kostenkose Ersteinschätzung jederzeit telefonisch unter der 0221-78952980 erreichen, wenn Sie Hilfe bei der Verteidigung gegen die Abmahnung benötigen. 

Stand des Artikels: März 2012



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