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Die Abmahnwellenbrecher

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Verteidigung gegen Abmahnung von Rechtsanwalt Daniel Sebastian für daedalic entertainment "Deponia"

Die Kanzlei Daniel Sebastian aus Berlin verschickt aktuell Abmahnungen für die Firma daedalic entertainment. In der uns vorliegenden Abmahnung geht es um das Computerspiel "Deponia".

Rechtsanwalt Sebastian fordert die Zahlung eines Betrages in Höhe von 1250,00 Euro sowie die Abgabe einer Unterlassungserklärung.

Wir werden immer wieder gefragt, ob es genügt, wenn man lediglich eine modifizierte Unterlassungserklärung abgibt und die Abmahnung ansonsten ignoriert. Die Erfahrung insbesondere der letzten Monate zeigt, dass dies in der Regel nicht genügt, um die Angelegenheit abzuschließen. Die Klagewahrscheinlichkeit ist in den letzten Monaten gestiegen. Es werden mehr Mahnbescheide verschickt, bzw. Klagen bei Gericht eingereicht. Wir können also nach wie vor dazu raten, dass man in der Verteidigung gegen die Abmahnung nicht nur die Unterlassungsansprüche, sondern auch die Zahlungsansprüche in Angriff nimmt. Die Unterlassungsansprüche können mit der Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung erfüllt werden. Hinsichtlich der Zahlungansprüche bedarf es jedoch mehr. Wir erledigen dies durch Korrespondenz mit der abmahnenden Kanzlei, in der wir etwaige Zahlungsansprüche zurückweisen, bzw. zur Sachverhaltsaufklärung beitragen, um die Zahlungsansprüche wenigstens so gering wie möglich zu halten. Wir konnten in der Vergangenheit folgendes beobachten: Zunächst werden die Betroffenen verklagt, die gar nicht reagieren. Dann werden die Betroffenen verklagt, die eine ungünstige Sachverhaltsdarstellung durchführen. Schließlich werden diejenigen verklagt, die nur eine modifizierte Unterlassungserklärung abgeben und sonst nicht weiter reagieren. Klagen gegen Abgemahnte, die sich anwaltlich vertreten lassen und entsprechend argumentieren, sind weiterhin eher seltene Ausnahmen.

Je nach Einzelfall empfehlen wir unseren Mandanten entweder eine vollständige Zahlungsverweigerung oder aber eine Reduzierung des Vergleichsbetrages, um die Angelegenheit endgültig abzuschließen. 

Stand des Artikels: März 2012



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