Anwälte gegen Abmahnung

Die Abmahnwellenbrecher

Artikel » August 2012 » Wie wahrscheinlich ist eine Klage bei Sasse und Partner für Polyband Medien GmbH ♦ Iron Sky ♦

Wie wahrscheinlich ist eine Klage bei Sasse und Partner für Polyband Medien GmbH ♦ Iron Sky ♦

Die Kanzlei Sasse und Partner verschickt aktuell Abmahnungen für die Firma ♦ Polyband Medien GmbH ♦ .

In der uns vorliegenden Abmahnung geht es um den Film Iron Sky. Wir werden oft gefragt, wie wahrscheinlich es ist, verklagt zu werden. Dies hängt hauptsächlich von der jeweiligen Reaktion auf eine Abmahnung ab.

Zunächst sollte voran gestellt werden, dass dies stark von der jeweiligen Abmahnkanzlei abhängt. Sasse und Partner sowie die Münchener Kanzlei Waldorf Frommer scheinen gerade in den letzten Monaten (Januar 2012 bis August 2012) vermehrt vor Gericht zu ziehen. Ferner hängt die Klagewahrscheinlichkeit von der jeweiligen Reaktion des Abgemahnten ab. Bei der richtigen Reaktion liegt die Klagewahrscheinlichkeit nach unserem Eindruck weiterhin in einem niedrigen Prozentbereich. Bei der falschen Reaktionsweise kann man sich fast sicher sein, mit einer Klage rechnen zu müssen.

Zur richtigen Reaktion gehört:

1. Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung

Unterzeichnen Sie niemals die der Abmahnung beiliegende Unterlassungserklärung. Diese stellt ein Schuldeingeständnis dar. Vielmehr sollte die Unterlassungserklärung so umformuliert werden, dass sie deutlich weniger weit gefasst ist. Ferner sollte sie so formuliert werden, dass sie kein Schuldeingeständnis darstellt. Denken Sie daran: Unterlassungserklärungen haben eine Gültigkeit von 30 Jahren. Es sollte also genau auf die jeweiligen Details geachtet werden. Gibt man gar keine Unterlassungserklärung ab, ignoriert die Abmahnung also völlig oder gibt man eine falsche Unterlassungserklärung ab, ist die Klage sehr wahrscheinlich.

2. Richtige Reaktionsweise auf die Zahlungsaufforderung

Wir haben den Eindruck, dass bei manchen Abmahnkanzleien das Klagerisiko deutlich sinkt, wenn man sich anwaltlich vertreten lässt Uns sind deutlich mehr Klagen bekannt in Fällen, in denen Abgemahnte selbst ohne Unterstützung reagiert haben. Eine anwaltliche Vertretung ist natürlich auch keine Garantie dafür, dass man auf keinen Fall verklagt wird, aber eine gute anwaltliche Vertretung hilft Ihnen dabei, die jeweils relevanten Verteidigungspunkte herauszuarbeiten, um eine Klage bereits außergerichtlich zu vermeiden. In einigen Fällen macht eine vollständige und dauerhafte Zahlungsverweigerung Sinn. Der oftmals gelesene Satz "Keinen Cent den Abmahnern!" ist jedoch trügerisch, wenn nicht sogar falsch. Es gibt Fallkonstellationen, in denen wir auch zu einer Vergleichszahlung raten. Dabei sollte der Vergleich jedoch stets in einem angemessenen Verhältnis stehen. Übertrieben hohe Vergleichszahlungen, nur um die Angelegenheit möglichst schnell "vom Tisch zu haben", lehnen wir ab. Es ist jedoch ein oftmals leeres Versprechen, wenn man behauptet, dass man gar nichts zahlen braucht und auf keinen Fall verklagt wird. Man sollte bedenken, dass die Verjährungszeit 3 Jahre beträgt. Die Abmahnkanzleien haben also drei Jahre Zeit, die Kosten einzuklagen. Bloß weil man längere Zeit nichts mehr von den Kanzleien hört, heißt dies noch lange nicht, dass man auf keinen Fall verklagt wird. Sie sollten sich aber in jedem Fall mit einem spezialisierten Rechtsanwalt beraten, bevor Sie eine Zahlung tätigen, bzw. eine solche vollständig verweigern. Wie erwähnt, hängt vieles vom Einzelfall ab. Sowohl der Satz "Zahlen Sie auf keinen Fall etwas!" als auch der Satz "Wir raten immer zu einem Vergleich, man hat eh keine Chance." sind falsch. Viele Feinheiten spielen bei der Verteidigung gegen Abmahnungen eine Rolle.

3. Keinesfalls die Abmahnung ignorieren

Man sollte auf keinen Fall die Abmahnung ignorieren. Dies führt in vielen Fällen zwangsläufig zu einer Klage. Hinzukommt, dass dann auch die Unterlassungsansprüche eingeklagt werden können. Dies führt zu Prozesskosten, die oftmals mehrere tausend Euro betragen. Das Tragische: dies sind letztlich völlig vermeidbare Kosten. Die meisten Abmahnungen sind keine unseriösen Abzockmaschen oder gar Betrugsversuche, wie man dies oftmals in diversen Internetforen lesen kann. Man sollte Filesharing-Abmahnungen ernst nehmen und richtig reagieren.

 

Wie können wir helfen?

Wir vertreten ca. 3.000 Betroffene von Filesharing-Abmahnungen aus ganz Deutschland erfolgreich. Wir bieten Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung und arbeiten zu fairen Festpreisen, die Sie bereits vor einer Mandatierung erfahren. Wir gewährleisten so eine vollständige Kostentransparenz. Rufen Sie uns einfach unter unserer Kanzleinummer 0221-789 529 80 an. 

Stand des Artikels: August 2012



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