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Abmahnung der Kanzlei Rasch für Universal Music "Lena - Stardust"

Die Kanzlei Rasch aus Hamburg versendet aktuell Abmahnungen im Auftrag der Firma Universal Music. In der Abmahnung wird den Betroffenen vorgeworfen, das Musikalbum „Stardust“ der deutschen Künstlerin Lena Meyer-Landrut in Tauschbörsen angeboten zu haben .

Die Kanzlei fordert die Abgabe einer Unterlassungserklärung sowie die Zahlung eines Vergleichsbetrages in Höhe von 1.200 Euro.

Zunächst gilt hier, das was Lena in dem letzten Track des Albums besingt: „Don’t panic“ – Keine Panik!

Wir können nämlich nur davor warnen, die der Abmahnung beiliegende Unterlassungserklärung vorschnell zu unterzeichnen. Diese stellt nämlich ein Schuldanerkenntnis dar. Keine Lösung ist jedoch auch, die Abmahnung einfach zu ignorieren. Es drohen sonst nämlich sehr teure Unterlassungsklagen. Vielmehr sollte eine abgeänderte Unterlassungserklärung formuliert werden. Eine Unterlassungserklärung bindet 30 Jahre, daher sollte genau darauf geachtet werden, wie eine solche modifizierte Unterlassungserklärung formuliert wird. Hier muss man schließlich den schmalen Grad gehen zwischen der Gefahr, dass eines Tages gegen die Unterlassungserklärung verstoßen werden kann und andererseits aber keine weiteren Folgeabmahnungen durch Universal Music verschickt werden können.

Die Kanzlei Rasch fordert pauschal 1.200 Euro, wenn ein Musikalbum abgemahnt wird. Wir halten den Betrag für zu hoch angesetzt. Ehrlicherweise muss man aber auch dazu sagen, dass es bereits Gerichte gab, die derart hohe (und noch höhere) Beträge den Rechteinhabern zugesprochen haben. Wenn Rasch klagt, liegt die Klagesumme in der Regel bei ca. 3.500 Euro. Es bleibt also in der Tat zu überlegen, ob man nicht versucht, sich mit der Gegenseite zu geringeren Kosten als 1.200 Euro zu vergleichen. Andererseits gibt es ganz aktuell ein Urteil, des Bundesgerichtshofes, welches insbesondere Familien aufatmen lassen dürfte. Es ist fraglich, ob Filesharing-Klagen in Konstellationen, in denen ein Tausch durch eine von einer Familie genutzten Internetanschluss stattgefunden haben soll, überhaupt noch von den Abmahnern gewonnen werden können. Daher sollte man sehr vorsichtig die Verteidigung aufbauen und professionell vorgehen. In vielen Fällen verweigern wir für unsere Mandanten eine Zahlung vollständig und dies auch erfolgreich. Das Urteil des Bundesgerichtshofes scheint uns hierbei Recht zu geben.

Wir von der Kanzlei Obladen Gaessler Rechtsanwälte vertreten bundesweit eine große Vielzahl von Abgemahnten. Sie können uns für eine kostenlose Ersteinschätzung gerne telefonisch unter 0221-789 529 80 erreichen. Wir übernehmen die Verteidigung gegen Filesharing-Abmahnungen dabei zu fairen Festpreisen, die Sie unter der Rubrik „Kosten“ einsehen können.  

Stand des Artikels: November 2012



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