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Abmahnung der Kanzlei Waldorf Frommer wegen "Magic Mike" im Auftrag der Tele München

Die Kanzlei Waldorf Frommer aus München verschickt im Auftrag der Firma Tele München Abmahnungen für den Film "Magic Mike".

 

Die Kanzlei Waldorf Frommer wirft den Empfängern der Abmahnung vor, den Film über Tauschbörsen anderen Usern zur Verfügung gestellt zu haben. Waldorf Frommer fordert einen Vergleichsbetrag in Höhe von 1028 Euro sowie die Abgabe einer Unterlassungserklärung.

 

Waldorf Frommer ist sicherlich eine der aktivsten Kanzleien, was Filesharing-Abmahnungen angeht. Die Kanzlei verfolgt etwaige Urheberrechtsverstöße zudem recht konsequent: alleine im letzten Jahr wurden 1.400 Internetuser von Waldorf Frommer verklagt. Insoweit treffen manche Foreneinträge nicht zu, wenn davon ausgegangen wird, dass Abmahnkanzleien "schon nicht klagen werden". Da Klagen in der Regel recht kostenintenstiv sind, sollte speziell bei Waldorf Frommer eine solche vermieden werden und die Angelegenheit bereits außergerichtlich zu einem Abschluss gebracht werden.

 

Auf keinen Fall sollte aber die Abmahnung beiliegende Unterlassungserklärung vorschnell unterzeichnet werden. Diese stellt nämlich ein Schuldeingeständnis dar und ist weiter gefasst als dies letztlich vom Gesetz und der Rechtsprechung gefordert wird. Vielmehr sollte man eine sog. modifizierte Unterlassungserklärung abgeben. Dies ist deshalb so wichtig, da -nach Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung- die Unterlassungsansprüche nicht mehr gerichtlich durchgesetzt werden können. Dies ist nämlich häufig mit Prozesskosten verbunden, die weit über 2.000 Euro liegen. Gleichzeitig stellt eine modifizierte Unterlassungserklärung kein Schuldeingeständnis dar. Sie sagt also nichts darüber aus, ob man bereit ist, den Vergleichsbetrag zu zahlen. Nach unserer Rechtsauffassung sind die geforderten Beträge überhöht. Hier sollte die Abmahnung von einem spezialisierten Rechtsanwalt überprüft werden. Eine Filesharing-Abmahnung gibt viele Anhaltspunkte her, um sich erfolgreich gegen diese zu verteidigen. Schließlich kommt es auch immer auf die Wohnsituation des Abgemahnten an. Für die Verteidigung gegen eine Abmahnung spielt es eine große Rolle, ob der Anschlussinhaber den Internetanschluss alleine nutzt oder ob Familienmitglieder hierauf Zugriff haben; es spielt zudem eine Rolle, ob Wlan genutzt wird und ob dieses verschlüsselt ist. Diese Punkte wird ein spezialisierter Rechtsanwalt gemeinsam mit Ihnen herausarbeiten und so eine optimale Verteidigung aufbauen. Je nach Einzelfall kann eine dauerhafte Zahlungsverweigerung Sinn machen. In anderen Fällen macht es eher Sinn, einen reduzierten Vergleichsbetrag mit der Gegenseite auszuhandeln, um ein Gerichtsverfahren zu vermeiden.

 

Wir von der Kanzlei Obladen Gaessler Rechtsanwälte vertreten bundesweit eine große Vielzahl von Betroffenen einer Filesharing-Abmahnung. Sie können uns gerne für eine kostenlose Ersteinschätzung telefonisch unter 0221-78952980 erreichen - auch am Wochenende. Ein spezialisierter Rechtsanwalt aus unserer Kanzlei wird Ihnen dann gerne weiterhelfen.

Stand des Artikels: September 2013



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