Anwälte gegen Abmahnung

Die Abmahnwellenbrecher

Artikel » November 2013 » Abmahnkanzlei Baumgarten Brandt wird wieder aktiv für die MFA FIlmdistribution "Durst - Thirst"

Abmahnkanzlei Baumgarten Brandt wird wieder aktiv für die MFA FIlmdistribution "Durst - Thirst"

Im Jahr 2010 war die Kanzlei Baumgarten Brandt wohl eine der aktiveren Abmahnkanzleien. In den Folgejahren ist es in Bezug auf Filesharing-Abmahnungen eher ruhig um die Berliner Kanzlei geworden, uns erreichten kaum noch Beratungsanfragen von Menschen, die eine Abmahnung von Baumgarten Brandt erhalten haben sollen. Dies ist in den letzten Tagen wieder anders geworden: viele Anrufer teilten uns mit, in dieser Woche eine Abmahnung von Baumgarten Brandt erhalten zu haben. Dies machte uns natürlich neugierig - wir fragten uns:

"Wieso verschickt Baumgarten Brandt nach dieser langen Zeit wieder neue Abmahnungen?"

 

Bei BaumgartenBrandt werden die Aktenschränkte aufgeräumt

Als uns dann die ersten Anrufer mandatierten und uns die Abmahnungen zusandten, haben wir jedoch festgestellt, dass es sich eigentlich gar nicht um neue Abmahnungen handelt. Vielmehr betreffen die Abmahnungen in der Regel Urheberrechtsverstöße, die bereits im Jahr 2010 stattgefunden haben sollen. Baumgarten Brandt räumt also die Aktenschränke auf, haben wir uns gedacht. Dies kennen wir schon von anderen Kanzlei, wie z.B. der Abmahnkanzlei WeSaveYourCopyrights. Auch bei dieser Kanzlei wurden offensichtlich die Aktenschränke aufgeräumt. Wir hatten vor einiger Zeit ganz ähnliche Beratungsanfragen bezüglich dieser Kanzlei.

 

Ist die Forderung nicht längst verjährt?

Die Forderungen sind sämtlich noch nicht verjährt. Die Verjährungszeit beträgt 3 Jahre, gerechnet ab dem Ende des Jahres, in dem der Verstoß stattgefunden haben soll. Soll eine Urheberrechtsverletzung also z.B. im September 2010 begangen worden sein, beginnt die Verjährung also erst am 31. Dezember 2010 zu laufen, sprich die Forderung ist Ende 2013 verjährt.

 

Man muss also auf die Abmahnung reagieren, damit man keine bösen Überraschungen erlebt. Man sollte jedoch richtig reagieren. Dazu zählt auch, dass man eine sog. modifizierte Unterlassungserklärung formuliert. Keinesfalls sollte man aber die Unterlassungserklärung ungeprüft und vorschnell unterzeichnen, die der Abmahnung beiliegt.

 

765,00 Euro für einen Film?

Die Kanzlei Baumgarten Brandt fordert in den uns vorliegenden Abmahnungen einen Vergleichsbetrag in Höhe von 765,00 Euro und wendet damit das Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken wohl an. Es sollte stets überprüft werden, ob die geforderten Kosten tatsächlich verlangt werden können. In vielen Fällen ist dies jedoch nicht der Fall, gerade, wenn mehrere Personen (wie Familienmitglieder, WG-Bewohner etc.) den Internetanschluss nutzen.

 

Kostenlose Ersteinschätzung

Gerne können Sie uns für eine telefonisch Ersteinschätzung -auch am Wochenende- unter 0221-78952980 erreichen. Anwaltskosten entstehen dadurch keine.

Wir von der Kanzlei Obladen Gaessler Rechtsanwälte vertreten deutschlandweit eine große Vielzahl von Internetnutzern, die eine Filesharing-Abmahnungen erhalten haben. Gerne helfen wir auch Ihnen weiter.

Autor: Rechtsanwalt Philipp Obladen

Stand des Artikels: November 2013



© 2011 - 2016 Rechtsanwälte Obladen Gaessler