Anwälte gegen Abmahnung

Die Abmahnwellenbrecher

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Bild-Abmahnung der Kanzlei Scharfenberg für Ralph Schneider "Markenglas.de"

Uns liegt eine Abmahnung der Kanzlei Scharfenberg aus Berlin vor. Abgemahnt wird im Auftrag des Herrn Ralph Schneider, der die Internetseite markenshop.de betreibt.

 

Zuvor wurde Ralph Schneider von der Kanzlei Krenzel aus Köln vertreten. Auch nach dem Anwaltswechsel werden Nutzer der Plattform ebay sowie Einsteller bei ebay-Kleinanzeigen abgemahnt, die Fotos in ihren Angeboten verwenden, deren Urheber Herr Ralph Schneider sein soll.

 

Was fordert die Kanzlei Scharfenberg?

Gefordert werden:

 

1. Die abgemahnten Urheberrechtsverletzungen umgehend und für die Zukunft zu unterlassen,

2. eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben,

3. Auskunft zu erteilen.

 

Konkrete Kostenforderungen werden mit der Abmahnung noch nicht gestellt. Diese folgen wohl, wenn man Auskunft erteilt.

 

Wie sollte man reagieren?

Man sollte auf keinen Fall die Abmahnung ignorieren. Es können dann nämlich erhebliche Mehrkosten entstehen, wenn Unterlassungs- und Auskunftsansprüche gerichtlich geltend gemacht werden. Es besteht die Möglichkeit, eine Unterlassungserklärung so abzugeben, dass sie kein Schuldeingeständnis darstellt.

 

 

Welche Kosten können auf mich zukommen?

Soweit die Nutzung der Bilder im Rahmen von privaten Kleinanzeigen oder ebay-Angeboten erfolgte, dürfte die neue Kostendeckelung des § 97a Abs. 3 UrhG greifen. Danach sind hinsichtlich des Unterlassungsanspruches Abmahnkosten von ca. 125 Euro zu ersetzen. Hinzukommt noch ein Lizenzschaden, den die Kanzlei Scharfenberg wohl nach erfolgter Auskunftserteilung berechnen wird. Die Rechtsprechung hinsichtlich der Höhe des Lizenzschadenersatzanspruches variiert je nach Gericht erheblich. Es gibt Gerichte, die einen Lizenzschadenersatz von nur 20 Euro je Bild für angemessen halten. Andere Gerichte halten jedoch auch Schadenersatzbeträge in Höhe von ca. 200 Euro je Bild für angemessen. Soweit die Bildnutzung im privaten Umfang erfolgte, ist das Gericht Ihres Heimatortes für Sie zuständig. Sie sollten sich also anwaltlich beraten lassen, welche Beträge Ihr Gericht für angemessen hält.

 

 

Soweit die Abmahnung berechtigt ist, sollte innerhalb der gesetzten Frist eine Unterlassungserklärung abgegeben werden, die so formuliert ist, dass sie kein Schuldeingeständnis darstellt. Ferner sollte fristgerecht Auskunft erteilt werden. Wenn dann die Kostenforderungen aufgestellt werden, sollte überlegt werden, ob die geforderten Kosten berechtigt und angemessen sind.

 

Warum Sie sich anwaltlich beraten lassen sollten

Da in Urheberrechtssachen stets ein hohes Kostenrisiko droht, sollte man keinesfalls auf eigene Faust agieren. Wir von der Kanzlei Obladen Gaessler Rechtsanwälte vertreten in ganz Deutschland Betroffene von Abmahnungen seit mehreren Jahren erfolgreich. Sie können uns gerne für eine kostenlose Ersteinschätzung unter 022178952980 telefonisch erreichen. Wir übernehmen die Verteidigung gegen Abmahnungen zu fairen Festpreisen.

 

Autor: Rechtsanwalt Philipp Obladen

Stand des Artikels: Mai 2014



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