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Die Abmahnwellenbrecher

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Abmahnung der Kanzlei Waldorf Frommer für 20th Century Fox "Die Schadenfreundinnen"

Uns liegt eine Abmahnung der Kanzlei Waldorf Frommer vor, die im Auftrag der 20th Century Fox verschickt wurde. Abgemahnt werden Inhaber eines Internetanschlusses, von dem aus der Film "Die Schadenfreundinnen" illegal in Tauschbörsen angeboten worden sein soll.

Die Kanzlei Waldorf Frommer fordert die Abgabe einer Unterlassungserklärung sowie die Zahlung eines Vergleichsbetrages in Höhe von 815,00 Euro.

Der Abmahnung liegt eine Unterlassungserklärung bei. Ferner schlüsselt Waldorf Frommer die angeblich entstandenen Kosten in Lizenzschadenersatz sowie Aufwendungsersatz auf.

Wir raten unseren Mandanten, die der Abmahnung beiliegende Unterlassungserklärung unter keinen Umständen ungeprüft zu unterzeichnen. Vielmehr dürfte in den meisten Fällen der Formulierung einer sog. modifizierten Unterlassungserklärung der Vorzug gegeben werden. Eine modifizierte Unterlassungserklärung stellt dabei kein Schuldeingeständnis dar, verhindert aber, dass etwaige Unterlassungsansprüche gerichtlich eingeklagt werden. Gibt man überhaupt keine Unterlassungserklärung ab, besteht das grundsätzliche Risiko, dass die Unterlassungsansprüche gerichtlich eingeklagt werden. Hierdurch geht man ein Kostenrisiko ein, welches schnell im Bereich von mehreren tausend Euro liegen kann. Hierüber sollte man sich im Klaren sein, wenn man sich dazu entscheidet, überhaupt keine Unterlassungserklärung abzugeben. Da den meisten unserer Mandanten dieses Risiko jedoch zu hoch ist, entscheiden sich die meisten Mandanten auch für die Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung.

Hinsichtlich der geforderten Kosten muss erwähnt werden, dass sehr viele Gerichte mittlerweile anschlussinhaberfreundlich geworden sind. Viele Klagen werden mittlerweile abgewiesen. Daher kann es insbesondere in Fällen, in denen der Anschluss durch mehrere Personen genutzt wird, wie dies etwa bei Familien oder Wohngemeinschaften der Fall ist, empfehlen, die Zahlung zu verweigern.

Man sollte sich jedoch in jedem Fall anwaltlich beraten lassen, um das Kostenrisiko so gering wie möglich zu halten.

Die Kanzlei Obladen Gaessler Rechtsanwälte aus Köln ist spezialisiert auf Urheberrecht und Internetrecht. Wir vertreten aus ganz Deutschland Empfänger von Filesharing-Abmahnungen. Sie können uns für eine kostenlose Ersteinschätzung jederzeit gerne telefonisch erreichen. Zudem übernehmen wir die Verteidigung gegen Abmahnungen zu fairen Festpreisen.

Artikel erstellt am: 30.12.2014

Autor: Rechtsanwalt Philipp Obladen

Stand des Artikels: Dezember 2014



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